1. Parteien
Rechtsanwalt Charles Navarro und Rechtsanwalt Philippe Maridor sind beide Inhaber des Anwaltspatents und im Anwaltsregister des Kantons Freiburg eingetragen. Sie sind somit berechtigt, den Anwaltsberuf im Sinne des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte in der ganzen Schweiz auszuüben.
Durch die Nutzung des Online-Rechtsberatungsdienstes der Kanzlei Navarro Maridor (nachfolgend: der «Dienst») tritt der Nutzer (nachfolgend: der/die «Kunde(n)») gleichzeitig in ein Vertragsverhältnis mit Navarro Avocats Sàrl und/oder Rechtsanwalt Philippe Maridor (nachfolgend: die «Kanzlei») ein.
2. Kunden
Der Dienst steht allen natürlichen und juristischen Personen offen. Natürliche Personen müssen volljährig und uneingeschränkt handlungsfähig sein.
3. Dienst
Die Kanzlei bietet dem Kunden die Möglichkeit, eine Online-Rechtsberatung ausschliesslich in den folgenden Rechtsgebieten zu erhalten: Strafrecht, Automobilrecht, Strassenverkehrsrecht sowie Schuldbetreibungs- und Konkursrecht nach schweizerischem Recht.
Zur Inanspruchnahme des Dienstes kann der Kunde eine oder mehrere Fragen mit einer maximalen Gesamtlänge von 2’000 Zeichen stellen. Nach Eingang der Anfrage sowie der Zahlung des Dienstpreises übermittelt die Kanzlei ihre Antwort innerhalb von zwei Arbeitstagen.
Der Dienst ist vollständig digital. Im Rahmen des Dienstes finden kein Schriftverkehr, keine Dokumentenprüfung sowie keine administrativen oder vorbereitenden Besprechungen statt.
Personen, die sich nicht in der Lage sehen, den Dienst selbstständig zu nutzen, werden eingeladen, die Kanzlei nach vorheriger Terminvereinbarung persönlich aufzusuchen.
4. Tarif
Der Dienst wird zu einem Pauschalpreis von CHF 30.– inklusive Mehrwertsteuer angeboten.
5. Verfahren
Für eine ordnungsgemässe Nutzung des Dienstes verpflichtet sich der Kunde, folgende Schritte einzuhalten:
6. Interessenkonflikt
Sollte die Erbringung des Dienstes einen Interessenkonflikt für die Kanzlei darstellen, wird der Kunde entsprechend informiert. In diesem Fall hat der Kunde Anspruch auf Rückerstattung des Dienstpreises. Weitere Rückerstattungen sind ausgeschlossen.
7. Einschränkungen
Die Kanzlei erbringt den Dienst nicht, wenn:
In diesen Fällen wird die Anfrage nicht bearbeitet. Der Kunde hat keinen Anspruch auf Rückerstattung; der Dienstpreis verbleibt endgültig bei der Kanzlei.
8. Neue Anfrage
Jede neue Anfrage, unabhängig davon, ob sie ergänzend oder zusätzlich ist, erfordert ein neues Verfahren und eine vollständige neue Verrechnung.
9. Haftungsausschluss
Die Kommunikation mit der Kanzlei im Rahmen des Dienstes erfolgt elektronisch, gegebenenfalls auch über ausländische Dienstleister. Elektronische Kommunikationsmittel sind nicht vollständig sicher. Es besteht das Risiko, dass unbefugte Dritte auf E-Mails zugreifen, diese verändern oder dass Nachrichten nicht beim Empfänger ankommen. Der Kunde wird darauf hingewiesen, dass gewisse Behörden elektronische Korrespondenz nicht als dem Anwaltsgeheimnis unterstellt betrachten.
Der Kunde akzeptiert diese Risiken und verzichtet darauf, die Kanzlei für jegliche Interzeption, Kenntnisnahme, Umleitung, Vervielfältigung oder Veränderung von E-Mails oder deren Anhängen haftbar zu machen.
10. Datenverarbeitung
Die Kanzlei speichert die Daten in elektronischer Form. Der Kunde erklärt sich mit dieser Speicherung einverstanden, auch wenn diese über eigene Systeme der Kanzlei oder externe Dienstleister in der Schweiz oder im Ausland erfolgt. Die Kanzlei ist berechtigt, die Daten zehn Jahre nach Erbringung des Dienstes zu löschen.
Die auf der Website der Kanzlei verfügbare Datenschutzerklärung ist integraler Bestandteil dieser Allgemeine Geschäftsbedingungen. Wünscht der Kunde besondere Sicherheitsmassnahmen, hat er dies der Kanzlei schriftlich mitzuteilen.
11. Berufsgeheimnis
Der Dienst unterliegt grundsätzlich dem anwaltlichen Berufsgeheimnis gemäss Art. 13 der Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte. Der Kunde wird jedoch darauf hingewiesen, dass gewisse Fragen Rechtsgebiete betreffen können, für welche das Berufsgeheimnis nicht gilt. Es liegt in der Verantwortung des Kunden, sicherzustellen, dass seine Anfrage dem Berufsgeheimnis unterliegt.
12. Beanstandungen
Allfällige Beanstandungen sind der Kanzlei per eingeschriebenem Brief zuzustellen.
13. Änderung der Allgemeine Geschäftsbedingungen
Die Kanzlei behält sich das Recht vor, die Allgemeine Geschäftsbedingungen jederzeit zu überprüfen und anzupassen. Änderungen treten mit ihrer Veröffentlichung auf der Website der Kanzlei in Kraft.
14. Gerichtsstand und anwendbares Recht
Gerichtsstand ist Freiburg (Stadt). Es gilt ausschliesslich schweizerisches Recht.
Freiburg, 10. Januar 2026